Vom Anfang bis zur                   8. Woche

 

 

Die Trächtigkeitsdauer einer Hündin beträgt 58- 63 Tage. Bis zum Ende der 4. Schwangerschaftswoche deuten nur geringe Veränderungen darauf hin, dass sie aufgenommen hat.  Am Ende des ersten Monats richten sich die Zitzen langsam auf und die Milchleiste vergrößert sich etwas. Im letzten drittel der Schwangerschaft sieht man es der Hündin dann auch äußerlich an. 

Am Tag der Entbindung läuft die Hündin von einer Ecke in die andere, hechelt heftig, baut ihr  Nest und ist extrem nervös. Sie zieht sich kurz vor der Entbindung in ihre Wurfbox zurück, und baut fleißig weiter. 

Es ist soweit, der erste Welpe hat den Weg durch den Geburtskanal geschafft und hat das Licht der Welt erblickt. Die Welpen sind in zwei Eihäute eingepackt, die erste geht im Mutterleib schon auf , die zweite wird dann von der Mutter nach der Entbindung entfernt. Die Nabelschnur wird noch durchgebissen, und dann heißt es "Herzlich Willkommen im Leben". Es fasziniert uns immer wieder, wie die Kleinen, so hilflos wirkenden Welpen, zielstrebig ihre Wärme und Nahrungsquelle finden. Im Durchschnitt wiegen die Welpen bei der Geburt 350 - 500 g. Hundewelpen werden als "Nesthocker" geboren. Die Ausdifferenzierung einzelner Organe wie der Lunge ist bei der Geburt noch nicht beendet. Auch die Augenlider und Gehörgänge sind noch geschlossen.

In den ersten vier Lebenswochen bestimmt ein einfacher Rhythmus den Tagesablauf. Säugen, Schlafen, Geschäfte erledigen. In der vegetativen Phase ( 1. - 2. Lebenswoche ) sind die Augen und Ohren der Welpen noch geschlossen. 

In der zweiten Phase, der sogenannten Übergangsphase ( 3. Woche ) öffnet sich jeweils ein Lichtspalt im Auge und die Gehörgänge gehen langsam auf. Die Sehfähigkeit entwickelt sich erst ab dem 17. - 18. Lebenstag, dies gilt auch für das Hörvermögen. Nun nimmt der Welpe seine unmittelbare Umgebung und seine Wurfgeschwister aktiv wahr. 

Dann beginnt die Prägungsphase ( 4. - 7. Woche). Augen, Nase, und Ohren sind nun voll entwickelt. In dieser Zeit lernt der Welpe mit ganz unterschiedlichen Eindrücken umzugehen. Er nimmt seine Umgebung bewusst wahr und seine Sozialisierung beginnt. Im Spiel (soziale Interaktion) mit seinen Geschwistern findet er seinen sozialen Rang. Durch das "Austesten" im Gruppengefüge wird seine Persönlichkeit und sein Temperament geprägt.

Die Sozialisierungsphase ist eine der wichtigsten Phasen. Der Welpe beginnt nun seine Welt zu entdecken. Alles was er jetzt lernt, lernt er sozusagen fürs Leben. Im Rudel wird der Welpe jetzt vom Rüden erzogen und genau diese Aufgabe müssen nun wir übernehmen. Ist der Welpe auch noch so süß ... es ist in dieser Zeit absolut notwendig, den Welpen liebevoll und konsequent seine Grenzen aufzuzeigen. Die große Neugier und Lernfähigkeit der Welpen sollten wir uns dabei unbedingt zu Nutze machen.